Wettbewerb zur Europawoche 2020 ist gestartet

17.12.2019

Zwischen dem 2. Mai und dem 10. Mai 2020 gibt es in ganz Nordrhein-Westfalen spannende und vielseitige Initiativen rund um die „europäische Idee“.

 

Unsere Umwelt“ – „Unsere Medien“ –„Unsere Zukunft“: Wer zu diesen Themen einen guten Einfall und ein interessantes Projekt für die Europawoche im Mai 2020 hat, kann sich ab sofort um eine Förderung des nordrhein-westfälischen Ministeriums für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie Internationales bewerben. Projekte für die Europawoche, die  ausgewählt und prämiert werden, erhalten bis zu 2.000 Euro. Alle Förderunterlagen und Förderbedingungen gibt es im Internet auf der Seite des NRW-Europaministeriums: www.mbei.nrw/de/europawoche

Einsendeschluss für die Bewerbungen zum Wettbewerb ist der 22. Januar 2020.

Dazu erläutert der Landtagsabgeordnete Oliver Krauß: „Die jährliche Europawoche in NRW findet stets im zeitlichen Umfeld des 9. Mai statt: dem Tagesdatum, an dem im Jahr 1950 der damalige französische Außenminister Robert Schuman seine berühmte Erklärung abgegeben hat. Diese ‚Schuman-Erklärung‘ – mit der Initiative zur wirtschaftlichen Kooperation, um einen nochmaligen Krieg ‚nicht nur undenkbar, sondern materiell unmöglich‘ zu machen –, ist wesentliche Grundlage für den Frieden in Wohlstand, den die Gemeinschaft in Europa geschaffen hat.

Von der heutigen ‚Einigkeit in der Vielfalt‘ profitiert Nordrhein-Westfalen ‚im Herzen Europas‘ ganz besonders, mit direkten Grenzen zu unseren Nachbarn aus den Niederlanden und aus Belgien, entlang von insgesamt rund 500 Kilometern. 200.000 Menschen machen sich innerhalb des BeNeLux-Raumes jeden Tag über die Grenzen hinweg auf den Weg zur Arbeit: in ein anderes BeNeLux-Land oder von dort zu uns. In der Kernregion Europas teilen wir den Alltag, die Geschichte, das positive Bild vom Menschen, den wirtschaftlichen Erfolg. Mit einem Handelsvolumen von zuletzt mehr als 90 Milliarden Euro sind die Nachbarn aus Belgien, den Niederlanden und aus Luxemburg für uns in NRW wichtigste Handelspartner. Die ZARA-Häfen – Zeebrugge, Antwerpen, Rotterdam, Amsterdam – haben für unseren Verkehr und für unsere Logistik herausragende Bedeutung.“

Diese Einigkeit auf der Grundlage von Demokratie, Freiheit und Rechtsstaatlichkeit ist eine große Errungenschaft, die aber alles andere als selbstverständlich ist. In einem Zeitalter, in dem Ordnungen weltweit zerbrechen und in dem wir vor existenziellen Herausforderungen stehen – mit vor allem dem Klimawandel, mit dem Wachstum der Weltbevölkerung, mit den verschiedenen Bedrohungsszenarien – ist der Zusammenhalt in Europa ebenso existenziell wichtig. Robert Schuman hat das schon vor rund 70 Jahren auf den Punkt gebracht: „Der Friede der Welt kann nicht gewahrt werden ohne schöpferische Anstrengungen, die der Größe der Bedrohung entsprechen.“

Diesen Zusammenhang und die Bedeutung, die die Gemeinschaft für das Wohlergehen in allen Lebensbereichen hat, will die Europawoche besonders sichtbar machen: mit vielen bunten, informierenden, verbindenden, innovativen Veranstaltungen im gesamten Bundesland, zu der gemeinsamen Zukunft Europas.

Sich daran im Mai 2020 zu beteiligen, sind alle Städte und Gemeinden eingeladen – und gleichfalls die Vereine und Verbände, die Kirchen, die Schulen, Hochschulen, Kultureinrichtungen und anderen Institutionen, die sich für unser Zusammenleben engagieren.

Oliver Krauß, der die CDU-Landtagsfraktion als Sprecher für Europa und Internationales vertritt: „Jede und jeder ist grundsätzlich angesprochen, der eine gute Idee für eine Veranstaltung zu den europäischen Themenfeldern hat: ‘Unsere Umwelt‘ – ‚Unsere Medien‘ – ‚Unsere Zukunft‘. Als mögliche Formate sind zum Beispiel Workshops oder Seminare ausgeschildert, Film- und Fotoprojekte, Konferenzen, Lesungen, grenzüberschreitende Begegnungen, Gesprächsrunden, Schulprojekte – oder andere kreative Plattformen, zum Beispiel über die Social Medias, die zur breitflächigen Auseinandersetzung mit Europa und der Europäischen Union anregen. Wichtig für die Zusage einer möglichen Förderung ist, dass viele Mitmenschen durch das jeweilige Format angesprochen und erreicht werden. Eine große Beteiligung aus unserem Rhein-Sieg-Kreis würde mich natürlich ganz besonders freuen.“

Neben den Informationsseiten im Internet, auf denen auch die wichtigen Formulare leicht abzurufen sind – www.mbei.nrw/de/europawoche – , bietet das Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie Internationales auch die unkomplizierte Möglichkeit zur telefonischen Nachfrage an: über die Pressestelle unter der Rufnummer: 0211-837 1399.

Die Pressemitteilung des Ministeriums finden Sie hier: DateiPressemitteilung zu der Europawoche im Mai 2020 (205 KB)