Eine Gesellschaft, in der die Stärkeren die Schwächeren übervorteilen, verliert ihre Menschlichkeit. Der Abbau von Barrieren für Behinderte, das unbeschwerte Miteinander in Alltag und Freizeit: In den Räumen der Bonner Werkstätten Lebenshilfe gGmbH in Meckenheim hat die Stiftung „Inklusion gemeinsam gestalten“ über ihre Arbeit informiert und den neu gestalteten Stiftungsflyer vorgestellt.
„Wenn nur das Leistungsprinzip zählt, dann hat am Ende niemand mehr etwas zu lachen“, macht der Landtagsabgeordnete Oliver Krauß deutlich, der seit dem Jahr 2020 Schirmherr der Stiftung ist: „Dann bleiben zuerst die Menschen auf der Strecke, die sich am wenigsten durchsetzen können, weil Leib und Seele das nicht hergeben.“
Die Stiftung „Inklusion gemeinsam gestalten“ arbeitet seit dem Jahr 2004 dafür, Hindernisse zu entfernen, die im Fall einer Behinderung der freien Entfaltung im Weg stehen. Das Engagement ist ehrenamtlich. Träger sind die Evangelischen Kirchengemeinden in Meckenheim, Rheinbach, Swisttal und Wachtberg. Vorsitzende des Stiftungsrates ist die Diakonin Sonja Freischem aus Meckenheim.
Inklusion wird „zum Gewinn für alle“. Für die Gemeinden und Städte, die sie jeweils vertreten, stehen die Bürgermeister persönlich hinter der Stiftung. Sven Schnieber, Dr. Daniel Phiesel, Tobias Leuning, Swen Christian: Nach den NRW-Kommunalwahlen 2025 setzen sie die tolle Unterstützung ihrer Vorgänger nahtlos fort.

„Mit Angeboten wie inklusiver Jugendarbeit, Ferienfreizeiten, Einzelfallhilfen und Begegnungsprojekten schafft die Stiftung Orte der Begegnung, des Miteinanders und des Vertrauens“ – so würdigt der Landschaftsverband Rheinland den Einsatz, der die Stiftung mit dem „Rheinlandtaler“ ausgezeichnet hat: Denn sie „steht für ein solidarisches Zusammenleben und zeigt, dass Inklusion konkret und nachhaltig vor Ort gelingen kann“.
Für die Mittel, um einen behindertengerechten Umbau zu leisten, oder zur Deckung der Sachkosten, um eine inklusive Ferienfreizeit zu organisieren: Dafür ist die Stiftung auf finanzielle Hilfen dringend angewiesen. Diese Hilfestellung ist einerseits in der klassischen Form der Spende möglich und andererseits als Zustiftung: Das heißt, Geld, das für die Arbeit der Stiftung einmal gegeben wird, bleibt erhalten, die Zinsen aber stehen der Stiftung in jedem Jahr für die Sachkosten zur Verfügung.
Eine wirkliche Gesellschaft gründet auf Recht und Gerechtigkeit
Oliver Krauß: „Beiträge können steuerlich geltend gemacht werden. Sie kommen unmittelbar an. Die ehrenamtlich tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stiftung stehen Familien mit Rat und Tat zur Seite, wo staatliche Hilfe nicht mehr ausreicht, um Wege freizumachen. Ihr Eintreten im Kirchenkreis kommt einer Wirklichkeit zugute, die auf Gerechtigkeit baut, die voll Freude und voll Leben ist – und die nicht erlaubt, dass pure Macht uns entfremden.“
Von Seiten der Gastgeber eröffnete Andreas Schuhen die Präsentationsveranstaltung der Stiftung. Er ist bei den Bonner Werkstätten der Leiter des Geschäftsbereichs Teilhabe am Arbeitsleben. Der Verein „Wir für Inklusion“ in Meckenheim, das Café sofa an der dortigen Hauptstraße: Das Engagement für eine wirkliche Gemeinschaft, mit allen ihren Gesichtern und Stimmen, geht oft Hand in Hand.
Geistliche der Kirchengemeinden, mit der Superintendentin Claudia Müller-Bück, drückten, wie es zeitlich ging, ihre Unterstützung auch mit der persönlichen Präsenz in Meckenheim aus. Ebenfalls war Lina Hagemann dabei: An vier Wochentagen arbeitet die Swisttalerin, die ein Down-Syndrom hat, in den Bonner Werkstätten in Hersel. An jedem Mittwoch aber unterstützt sie das Café sofa. Ihre selbstgemachten Kuchen und ihr Gebäck sind längst zum Aushängeschild für das Café geworden. Ein zusätzlicher Lohn für ihre Hilfe wird von der Stiftung getragen.
Über ihr Engagement informiert die Stiftung „Inklusion gemeinsam gestalten“ auch im Internet: https://inklusion-gemeinsam-gestalten.de/
Ebenfalls ist die Stiftung inzwischen über „Instagram“ zu finden: https://www.instagram.com/inklusion_gemeinsam_gestalten?igsh=bDc1ank0MGx4Y2d6
Das Spendenkonto der Stiftung ist das Konto
Evangelische Kirchengemeinde Meckenheim
DE89 3506 0190 1088 4332 69
Jede Zuwendung, bitte unbedingt mit der Angabe des Verwendungszwecks, ist herzlich willkommen und erbeten – wie immer sie persönlich möglich ist.
Den neu gestalteten Flyer finden Sie hier: Download (2 MB)

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